TRUE ROMANCE
Galerie im Park Bremen
13. Juni - 29. August 2010
Simone Haack (Malerei, Berlin)
Attila Szücs (Malerei, Budapest)
Alejandro Rodriguez-Gonzalez (Zeichnungen, Berlin)
Markus Wüste (Objekte, Berlin)
Mirjam Siefert (Fotografie, Berlin)
Kuratiert von Uwe Goldenstein.
Essay zur Ausstellung
I'M NOT THERE
CHB - Collegium Hungaricum Berlin
17. September - 17. Oktober 2010
Attila Szücs trifft am 17. September im CHB auf vier bemerkenswerte Berliner Künstler
Kurator: Uwe Goldenstein
Ausgehend von der Malerei des in Budapest lebenden Attila Szücs´ gesellen sich vier Berliner Künstlern, die sich in atmosphärischer wie philosophischer Hinsicht seiner distanzierten und malerisch verdichteten Ebene einzufühlen vermögen. Vielschichtig erweitern sie Szücs´ aparte Welt und laden sie mit zusätzlicher Spannung auf. Unter dem Banner der Verheißung I´m Not There treten alle fünf Künstler als Beschwörer einer brüchigen, mitunter entfernten und in die Latenz verrückten Realität auf. Leise durchbrechen sie etablierte Gesetzmäßigkeiten der alltäglichen Außenwelt und verweisen suggestiv auf eine Innerlichkeit unter der Oberfläche, auf scheinbar abwesende, unbewusste und unsichtbare Vorgänge. Neben einigen ganz neuen und speziell für I´m Not There konzipierten Arbeiten von Attila Szücs (*1967) erweitern die vier hervorragenden Berliner Künstler aus einer Generation: Simone Haack (*1978), Deenesh Ghyczy (*1970), Alejandro Rodriguez Gonzalez (*1974) und Steffi Stangl (*1976) mit ausgewählten Arbeiten den von Szücs vorgegebenen Weg zur Entschleunigung, Vertiefung und Infragestellung der absurd normalen Verhältnisse. Um unter die Oberfläche zu gelangen, tauchen sie in ihre abgeschotteten Innenwelten ab, um uns mit ihren Spiegelungen und Gegenentwürfen zu konfrontieren und zu bereichern. U.G.
Termine
Eröffnung am 17. September 2010 um 20:00Künstler- und Kuratorengespräch (u.a. mit Attila Szücs) am 29.9. um 20:00 im CHB
I´m Not There endet am 17. Oktober 2010.
Begleitet wird die Ausstellung mit der Solo Show Loneliness Shines von Attila Szücs
im BSA (Berlin Selected Artists: Showroom & Private Artists Lounge)
in der Saarbrücker Str. 30 (Berlin-Prenzlauer Berg).
Eröffnung am 30. September um 20:00
Kontakt und Besichtigungen: Uwe Goldenstein
Tel.: 0176.965.273.08 / uwegoldenstein@gmail.com / http://uwegoldenstein.de
Loneliness Shines endet am 24. Oktober 2010.

Alejandro Rodriguez-Gonzalez - Das Picknick, 2010, Zeichnung, 72×114cm
SELECTED ARTISTS
Deenesh Ghyczy (Malerei, Berlin) |
TRUE ROMANCEGALERIE IM PARK, BREMEN, 13. Juni - 29. August 2010Simone Haack (Malerei, Berlin) Attila Szücs (Malerei, Budapest) Alejandro Rodriguez-Gonzalez (Zeichnungen, Berlin) Markus Wüste (Objekte, Berlin) Mirjam Siefert (Fotografie, Berlin) Link zu AusstellungsansichtenWir schreiben das Jahr 1993. Quentin Tarantinos Drehbuch für das Roadmovie True Romance wird von Tony Scott verfilmt. Ein wahrhaft verliebtes Pärchen zieht ohne Rücksicht auf Verluste durchs Land. Nur ihre Liebe zählt. Das Drehbuch wird ein Jahr später von Oliver Stone im epochalen Werk Natural Born Killers wieder aufgenommen. Ein Feuerwerk von Schnitten und Überlagerungen umringt hier das killende Paar Juliette Lewis und Woody Harrelson. Aber sie behaupten sich, bis ins Groteske unerschütterlich. Ihre Liebe weiß sich den extremen Belastungen durch konsequentes Ausagieren zu behaupten. Analysiert man den Film nach seinen prägenden Bildern im Gewitter des mehrschichtigen Medien-Chaos, so fällt auf, dass die romantischen Motive aus unberührter Natur und stiller Sehnsucht immer wieder ins Geschehen drängen. Dazu singen Bob Dylan und Leonard Cohen melancholische Balladen. Die Quintessenz des Films deutet also auf die einzige Möglichkeit von authentischem Sein im Zusammenschweißen durch die romantische Liebe hin. Aber auch die ist natürlich eine Utopie und bleibt letztlich ein Zeichen im endlosen Meer an vorgefertigten medialen Animationen und künstlichen Gefühlssuggestionen. ![]() Simone Haack - O.T., 2010, Öl a.Lw., 180×260cm Meine These ist, dass in der engagierten jungen Kunst diese romantische Utopie ein ungemein starker, wenn auch latenter zeitgeistlicher Lenker ist, der aus den künstlich übersättigten Motiven der Medien und der postmodernen Entgrenzung der ewig verweisenden Kontexte einen symbolischen Ausweg weist. In dieser Ausstellung möchte ich vehement diese Möglichkeit des Sich-Widersetzens gegen die allgegenwärtige mediale Umnutzung durch wohl kalkulierte und sehr eindringliche Bilder vorzeigen, die auch in Natural Born Killers tragend sind. Im Gegensatz zu den o.g. filmischen Akteuren deuten die Künstler dieser Ausstellung allerdings konsequent nach innen. Statt sich den Weg freizuschießen, ziehen sich ihre Bildfiguren zurück, sind widerstrebend und oft allein, weltabgewandt, geheimnisvoll und suchend. Fragil, auf sich selbst besinnend und vertrauen - ganz im romantischen Sinn - vollkommen ihrer Intuition. Dabei sind sie stets von einem malerischen Schleier umhüllt. Der Partner fehlt, eine True Romance lässt sich nach ihren Konzepten nicht realisieren aber bleibt gleichzeitig eine treibende Kraft, die ins Unbewusste verlagert ist. Sie verweisen auf den Rückzug aus der banalen, systemimmanenten Welt durch das Stillstellen des Bewusstseins, das, gibt man sich den irrsinnigen Verlockungen der vorgefertigten und flimmernden Alltagsbilder hin, sich wie ein ständig nasser Schwamm über das Seelische legt und es zu durchtränken versucht. Die wahre Romantik kann sich ihrer Ansicht nach also nur in der künstlerischen Sphäre entfalten mit der konsequenten und sympathisch leisen Aufforderung zum Rückzug. So möchte ich Sie einladen, sich den großartigen Arbeiten der Künstler mit absoluter Ruhe hinzugeben. Denn auf die Kräfte der Intuition sollte man sich, vom romantischen bzw. melancholischen Geist beseelt, doch stets verlassen können. Uwe Goldenstein, Kurator der Ausstellung. Juni 2010 ![]() Markus Wüste - Plastic Bag, 2008, weißer Marmor, 38×27×6,5cm ![]() Attila Szücs - Figure with Box and Tree, 2008, Öl a.Lw., 240×190cm, Sammlung Béla Horváth, Budapest THE UNIVERSE IS NOT YOUR FRIEND, BABE
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BERLIN SELECTED ARTISTS
Private Showroom & Artists Lounge
Berlin - Prenzlauer Berg

BSA Showroom with works of Gabor A.Nagy

Court View

BSA Showroom with a work of D.Ghyczy

BSA Showroom with works of Steffi Stangl, D.Ghyczy

BSA Showroom, Corridor
Exhibitions 2010
10.09. - 26.09. : BSA Group Exhibition (with the artists from this website)Opening: 10.09. - 21:00
30.09. - 17.10.: Attila Szücs: Loneliness Shines
Opening: 30.09. - 21:00
12.11. - 05.12.: Adam Bota & Jens Thiele: And I See A Darkness
Opening: 12.11. - 21:00
10.12. - 31.12: A Hard Rain´s Gonna Fall (BSA Group. Theme: Rain. Special Guest: Sabine Wewer)
Opening: 10.12. - 21:00
The BSA - Showroom & Lounge is only for private guests.
Please ask for opening times: +49(0)176.965.273.08 or: uwegoldenstein(at)gmail.com
BSA - Saarbrücker Str. 30 - Berlin/ Prenzlauer Berg - U2 Senefelder Platz
Orientierung in der Gegenwartskunst. In acht Themenfeldern stellen namhafte Kunsthistoriker, Kritiker und Kuratoren aktuelle künstlerische Positionen vor. 224 Seiten, Friedrich Verlag, 2010. ISBN 978-3-617-62201-8 Mit einem Essay von Uwe Goldenstein über Peter Doig. |
Wahrheit ist, was uns verbindet. Katalog zur Ausstellung für das Jaspers-Jahr 2008 in der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg, u.a. mit Olafur Eliasson. Mitarbeit/ Konzeption/ Ausstellungstexte: Uwe Goldenstein. ISBN 978-3897574151 Mit Essays von Uwe Goldenstein über Eckhard Dörr, Natascha Kaßner, Jochen Plogsties, Marieken Matschenz, Eugenia Gortchakova und Florian Meisenberg. |
Kunst nach Kunst, Weserburg Bremen 2002. ISBN 978-3897571624 Mit Essays von Uwe Goldenstein über Gail Hastings, Tony Tasset und Heimo Zobernig. |
Ohne Zögern. Die Sammlung Olbricht, Teil 2, Weserburg Bremen 2001. ISBN 978-3926318091 Mit Essays von Uwe Goldenstein über Paul Graham, Laurie Simmons und Jörg Sasse. |
Wilhelm Heinrich Focke. Ein Norddeutscher Maler, Flugzeugpionier und Erfinder. Hrsg.: Helmut Hadré. Mitarbeit/ Konzeption/ Autor: Uwe Goldenstein. Bremen 2006. ISBN 978-3-7961-1882-1 |
Weitere Veröffentlichungen (Auswahl):Der Traum vom Archaischen. In: Kunsthalle Bremen (2002): Tomma Wember. 3 Worte nur oder vier. ISBN 3-89757-159-5
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Uwe GoldensteinAutorKurator für Gegenwartskunstuwegoldenstein(at)gmail.com+49(0)176.965 27 308 |
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![Attila Szücs - Repeated Experiment [Diptichon]](images/as_attila_szuecs,repeated_experiment,2009,o.c.,190x280cm,diptichon.jpg)






























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